Eins mal gleich vorneweg. Es gibt nur eine Sache, die ich im Fernsehen mehr verabscheue, als menschenverachtende Casting-Shows: seichte Liebeskomödien. Entsprechend skeptisch war ich, als mein Bruder vor Jahren aus dem Kino kam und vom Film ganz angetan war. So nahm ich ihn gestern auf und schaute ihn heute an.
Ich muss sagen, ich bin sehr positiv überrascht. Der Film ist natürlich anfangs eine seichte Komödie. Dating ist eine Art Spiel – man muss nur immer das richtige tun und dann bekommt man jede Frau…
Aber gegen Ende wird deutlich, welchen Mut es braucht, sich auf eine Beziehung (erst mal gedanklich) einzulassen und welche Überwindung und potenzielle Bloßstellung es bedeuten kann, wenn man sich zu dieser Liebe bekennt. Beziehungen und Liebe sind ein Risiko, das uns aus unserer eigenen kleinen Welt reißen kann. Aber auf eine nicht erklärbare Weise lohnt es sich. Außerdem kommt es letztlich natürlich überhaupt nicht auf die Methode an. >> Soviel zur Aussage des Films.
Der Film ist einfach nur positiv. Er ermuntert, das Risiko der Liebe einzugehen, sich zu öffnen und hinzugeben. Dinge, die in der Konsum- und Leistungsgesellschaft nicht zählen, aber zwischenmenschlich das größte Glück bedeuten. Verdummt, nennt mich gefühlsduselig, aber mich hat das sehr angesprochen. Ich freue mich, meine zukünftige zu treffen und ich möchte mich nicht (mehr) zurückhalten, wenn es darum geht, die Chance der Liebe zu ergreifen.
Zwei Zitate des Film zum Thema:
“Begin each day as if it were on purpose.”
“I’m a guy. Since when do we get anything right the first time?”
Bis denne,
Hepe